Archiv der Kategorie 'Bachelor & Master'

Infos zu Bildungsprotesten: FU Präsidium lässt polizeilich räumen

Die Ereignisse der aktuellen Bildungsproteste häufen sich und so wollen wir euch über die letzten Geschehnisse informieren. Am 16.11. fand die angekündigte Vollversammlung mit ca. 1000 Studierenden im HS 1A, in der Silberlaube statt. In der Protestveranstaltung wurden Forderungen für einen hürdenfreien Zugang zu Bildung, einem selbstbestimmten Studium und nach einer demokratischen und antimilitaristischen Universität beschlossen.

Im Anschluss an die VV besetzten Studierende das Seminarzentrum in der Silberlaube, um hier einen Ausgangspunkt zu haben, an dem sie über ihr weiteres Vorgehen und ihre Forderungen diskutieren können. Doch die Universitätsleitung unter Präsident Peter-André Alt zeigte sich in keinster Weise gesprächsbereit und ließ das Seminarzentrum bereits am Abend mit einem martialischen Polizeiaufgebot von 140 Polizist_innen inkl. Hunden räumen. Zuvor traf bereits Zivilpolizei in der FU ein. Wir verurteilen den Einsatz von staatlichen Ordnungshüter_innen auf dem Campusgelände aufs Schärfste und möchten Herrn Alt an seine eigenen Worte erinnern, dass ihm Kommunikation in die Universität hinein und der Dialog mit ihren Mitgliedern wichtig sei (nachzulesen auf dessen Website).
Kommunikation findet jedoch nicht durch den Polizeiknüppel statt. Zur weiteren Information könnt ihr auch die Presseerklärungen des AStA FU nachlesen. Auch wir fordern den Präsidenten zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Problemen der Studierenden auf. Sollte er dazu nicht gewillt sein, bleibt fraglich inwiefern er für sein Amt geeignet ist. Menschen die Alt zum Rücktritt auffordern möchten können dies in folgender Petition tun:
http://www.openpetition.de/petition/online/ruecktritt-des-fu-praesidenten

Auf der gestern stattgefundenen Bildungsprotest-Demo taten insgesamt ca. 2000 Studierende sowie Schüler_innen ihren Unmut über die desolate Bildungssituation kund. Auch hier wurde über das gewaltsame Vorgehen gegenüber den FU-Studis am Vortag informiert. Im Anschluss an die Demo trafen dann erneut Menschen in der HU zusammen, um über ihr weiteres Vorgehen zu beraten und besetzten zunächst das Grimm Zentrum. Momentan ist der Kinosaal unterhalb des HU-Audimax besetzt, also schaut mal vorbei….

weitere Infos in Kürze.

Den Pressespiegel zur Räumung des Seminarzentrums findet ihr hier: AStA FU Blog
Bilder zur Räumung und zur Demo gibt es hier: http://www.flickr.com/photos/nickjaussi/sets/72157628019911109/

http://www.flickr.com/photos/nickjaussi/sets/72157628029351783/

Geschichte wird gemacht!

FSI Geschichte

Zwangsexmatrikulation – ja bitte? Vollversammlung am 20.4., 12h

Kommt zahlreich zu der Vollversammlung an der FU (parallel zu Vollversammlungen an TU und HU) am 20. April, 12h, Hörsaal 1a, Silberlaube.

Was haben sie sich dabei gedacht? Im Sommer diesen Jahres will der rot-rote Senat das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) novellieren, um das Bachelor-Master-System nach mehr als acht Jahre nach Einführung in Berlin in das Gesetz zu übernehmen und doch noch den Koalitionsvertrag von 2006 einzuhalten. Um das zu erreichen muss alles schnell gehen, denn im September stehen Abgeordnetenhauswahlen an. Den Anliegen der Studierenden, Mitarbeiter_innen, Gewerkschaften und Hochschulen wurde deshalb keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Studierendenproteste der letzten Jahre werden im aktuellen Entwurf mit keinem Wort bedacht, die Forderungen nach einem freien und selbstbestimmten Studium quasi „überhört“ und Kritik als unnötig abgetan. Ganz im Gegenteil werden in der gegenwärtigen Fassung Zwangsberatung und Zwangsexmatrikulation verschärft, festgeschriebene Wahlfreiheiten im Studium abgeschafft, strenge Regelstudienzeiten festgelegt und keine befriedigende Regelungen für den Bachelor-Master-Übergang gefunden. Die Zeit und die politische Lage drängen Rot-Rot und allen voran Wissenschaftssenator Zöllner dazu, das Gesetz trotz aller Mängel und Einsprüche möglichst noch im Mai, spätestens im Juni zu verabschieden. Auf die Meinung der Betroffenen wird da kein Wert gelegt.

Das BerlHG ist in dieser Fassung nicht hinnehmbar. Die studierendenfeindliche Novellierung verlangt nach einer angemessenen
Reaktion, denn das Gesetz muss verhindert, der Druck auf den Berliner Senat erhöht werden. Ihr habt euer Gesetz ohne die Studierenden gemacht? Jetzt kriegt ihr die Quittung!

Zöllner stoppen und folgenschwere Gesetzesänderung aufhalten!

Für den 15.02.2011 organisiert das Aktionsbündnis Hochschulnovelle an allen drei größten Berliner Universitäten (FU/HU/TU) Vollversammlungen und Infoveranstaltungen. Hier wollen wir allen Statusgruppen der geeignete Raum geboten, ihre individuellen Probleme mit dem Gesetzentwurf kurz darzustellen und anschließend geeignete Gegensteuerungsmöglichkeiten zu finden.

Bildungssenator Zöllner will im Alleingang die Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes durchführen. Die vorher angeforderten Stellungnahmen von 27 Organisationen aus Lernenden, Lehrenden, Beschäftigten und sonstigen Betroffenen wurden dabei weitestgehend ignoriert. Die wenigen Verbesserungen werden durch die vielfältigen Verschlechterungen überschattet.

Gemeinsam müssen wir nun versuchen diese Novellierung zu stoppen und einen längst überfälligen demokratischen Prozess in Gang zu bringen.
Statt auf die jahrelang geforderten, zwingend notwendigen Verbesserungen durchzusetzen, wird nun die gegenteilige Entwicklung forciert.
Ein erschwerter Masterübergang, Zwangsexmatrikulationen, knappe Regelstudienzeit, undemokratische Strukturen, die Verschlechterung der Arbeits- und Lernbedingungen und eine Trennung von Lehre und Forschung können nicht die Konsequenz der Anstrengungen der letzten Jahre sein.

Gemeinsam für Veränderung!
Informiert euch – Kommt zu den Veranstaltungen an eurer Uni!

Deshalb kommt zur Infoveranstaltung am Dienstag, 15.02. um 14h in Hörsaal 2, Silberlaube der FU.

www.Bildungsstreik-berlin.de

Vollversammlung am Donnerstag, 16.12. um 12h im Hörsaal 1a!

Das Programm für die Orientierungstage steht!

Wie jedes Jahr wollen wir als studentische Fachschaftsinitiative den neuen Erstsemestern den Studienbeginn durch unsere Orientierungstage erleichtern und euch mit allen nötigen Informationen zum Semesterstart versorgen.
Dazu laden wir euch erstmal zu einem gemütlichen Frühstück ein, bei dem ihr uns und eure zukünftigen Kommiliton_innen kennenlernen könnt. Gut gestärkt erklären wir euch dann was es u.a. mit Campus Management, ABV, LBW, Zedat und allen möglichen anderen wichtigen Dingen an der FU auf sich hat. Dazu beantworten wir die Fragen, die euch auch sonst so unter den Nägeln brennen.

Wo? Am 12.10. und 13.10.2010 im Raum A127 (U Podbielskiallee, Friedrich-Meinecke-Institut, Koserstr. 20, 1. OG, links)

Das Programm:
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Anwesenheitspflicht vorerst ausgesetzt!

Der Akademische Senat hat in seiner Sitzung am 16.12.2009 einstimmig eine vorübergehende Regelung zur Anwesenheitspflicht beschlossen. Der vollständige Beschluss gilt bis auf weiteres, auf jeden Fall für dieses Wintersemester rückwirkend zum 01.10.2009. Er lautet in seinen Grundsätzen wie folgt:

Die zum Bestehen der Prüfung vorgesehenen Leistungen erfordern den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme nicht.
Die Leistungspunkte werden ohne den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme bescheinigt.
Die regelmäßige Teilnahme wird durch die jeweiligen Lehrkräfte im Campusmanagement bestätigt, ohne dass eine Überprüfung der regelmäßigen Teil­nah­me erfolgt.
Die Notwendigkeit von allen Formen der mittelbaren und unmittelbaren Anwesenheits­kon­trol­le, insbesondere durch Anwesenheitslisten, entfällt. Damit wird auf die Durchführung von Anwesenheitskontrollen, die dem Nachweis der regelmäßigen Teilnahme im Sinne der Prüfungsordnungen dienen, verzichtet.
Ausnahmefälle: In Lehrveranstaltungen, in denen die Notwen­dig­keit für eine regelmäßige Teilnahme nach Ansicht der jeweiligen Lehrkraft unabweisbar ist, kann die diese weiterhin wie bisher verfahren. Die jeweilige Lehrkraft kann in diesem Fall auch eine Unterschreitung von der derzei­tigen Mindest­teilnahmequote von 85% vor­sehen. In diesen Fällen ist in der Regel jedoch von Anwesen­heitskontrollen, insbesondere durch Anwesenheits­listen oder -tests, abzu­sehen.
Der Akademische Senat vertraut darauf, dass Studierende auch nach diesem Beschluss und dem Wegfall der Anwesenheitskontrollen selbstbestimmt und eigenverantwortlich das Lehrangebot weiterhin in Anspruch nehmen.

Zu verdanken ist dies in erster Linie dem Engagement und Druck der im Bildungsstreik engagierten Studierenden und den Besetzer_innen des Hörsaals 1a der Silberlaube. Die vorläufige Aussetzung der Anwesenheitspflicht ist ein erster Schritt in die richtige Richtung (warum Anwesenheitslisten und -pflicht abgeschafft gehören hat die FSI OSI in ihrem Artikel „Kleiner Leitfaden für Anwesenheitslisten“ sehr pointiert geschildert), jedoch leider nur „vorläufig“ und auch im Ganzen gesehen nur eine winziges Etappenziel zu einem selbstbestimmteren Studium. Nun gilt es auch die weiteren Forderungen (http://www.bildungsstreik-berlin.de/wiki/index.php/Besetzung_FU_Berlin/Forderungen) in die Tat umzusetzen.
Ansonsten können wir nur empfehlen in Seminaren eure Mitstudierenden und Dozierenden auf die vorläufige und rückwirkende Aussetzung der Anwesenheitspflicht aufmerksam zu machen.

Masterbewerbungsfristen-Chaos 09

Die einheitliche Frist zur Masterbewerbung ist in den letzten Monaten immer wieder hin und her geschoben, aufgehoben und geändert worden.
Bisher gilt: Für verschiedene Master gelten verschiedene Fristen.
In Geschichte sind die Bewerbungsfristen für den Master Public History und die fachwissenschaftlichen Master weiterhin zwischen dem 15.4. – 30.5. für das kommende Wintersemester.

Für alle LEHRAMTSMASTER gilt allerdings die spätere Frist vom 1.7. – 15.8. dieses Jahres.

Aktuelle Infos auf der FU-Homepage unter: http://www.fu-berlin.de/studium/bewerbung/bewerbungsfristen_master.html

Änderung der Masterbewerbungsfristen

Für das kommende Wintersemester 2009/10 sind die Bewerbungsfristen für die fachwissenschaftlichen Masterstudiengänge in Geschichte und Public History vorgezogen worden.

Der Bewerbungszeitraum ist jetzt der 15.04. – 31.05. 2009. Studierende im BA, die gleich nach ihrem Abschluss ein Masterstudium anschließen wollen, können sich im Prüfungsbüro weiterhin eine 2/3-BEscheinigung ausstellen lassen (mind. 120 LP müssen schon vorhanden sein), mit der sie sich dann schon vor Abgabe der BA-Abrbeit bewerben können.
Es wurde auch ein Zeitraum berechnet, bis zu dem mensch seine BA-Arbeit anmelden könnte. Dieser Termin ist NUR EINE EMPFEHLUNG. Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften möchte den 1. Mai anpeilen, damit bis zum 30. September alle Leistungen erbracht und bewertet worden sind.
Man kann sein Thema allerdings auch später einreichen, dann muss sich halt der Verwaltungsweg verkürzen und nicht mehr einen Monat für die offizielle Herausgabe des abgesprochenen Themas berechnen werden. Das geht dann auch, wenn’s muss.

Weitere Infos auch unter:
http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/studium/infotermine/Masterbewerbungen.html

Zweite Instituts-VollVersammlung erarbeitet Forderungskatalog

Nach dem Wunsch der ersten Instituts-VollVersammlung dieses Semesters, sich noch einmal zu treffen um konkrete Forderungen der Studierenden auszuarbeiten, gab es heute ein zweites Treffen am FMI. Leider waren es trotz Flyer und großem Transparent in der Eingangshalle nur Wenige die sich um 12 Uhr im Raum A125 einfanden.
Nichtsdestotrotz konnten einige Ideen gesammelt werden. Ergebnis der zweiten Versammlung ist ein Forderungskatalog der verschiedenste Probleme am Institut – und auch darüber hinaus – lösen soll:

1.Eine flexiblere Gestaltung des Studiums
Der exemplarische Studienverlaufsplan sieht momentan die Absolvierung eines Moduls innerhalb von zwei Semestern vor. Dies bedeutet, dass Vorlesung und Seminar in den grundliegenden Modulen innerhalb eines Jahres absolviert werden müssen – ansonsten droht ein erhöhter verwaltungstechnischer Aufwand um die Prüfungsleistungen anzuerkennen und das Modul abzuschließen. Hier muss quasi eine „zeitliche Öffnung“ der Module stattfinden. JedeR Studierende muss die Wahl haben, wann er welchen Kurs belegen möchte ohne dabei in den Sümpfen der Bürokratie zu versinken.
Außerdem wurde eine bessere Lehrplanung gefordert. Kritik an sich überlagernden Seminaren und Vorlesungen, welche im selben Semester empfohlen werden, wurde laut. Hinzu kommt das Problem der knappen Seminarkonzeptionen. So wurden beispielsweise in dem Modul „Einführung in die Geschichte des Mittelalters“ in diesem Semester nur vier Seminare á 30 TeilnehmerInnen angeboten, bei über 150 Studierenden die sich hier, als Folgeveranstaltung der Vorlesungen im vergangenen Semester, anmelden wollten. Es ist dabei erfreulich, dass die Dozierenden mit dem Problem vernünftig und studierendenfreundlich umgingen, indem sie alle Interessierten ohne große Hürden aufnahmen, die nicht im Campus Management unterkamen. Dass es jedoch erst so weit kommen musste und im Endeffekt Seminare mit über 50 TeilnehmerInnen gefüllt sind sollte jedoch für die Lehre eine Lehre sein. Also: Mehr Seminare! Lieber 15 Studierende in produktiver Atmosphäre als 50 in überfüllten Massenveranstaltungen!
Als dritter Punkt dieses Komplexes wurde eine stärkere Einbeziehung der Studierenden in die Lehrinhalte gefordert. Auch innerhalb der Seminare und Vorlesungen muss Mitspracherecht über Themen und Inhalte gewährleistet sein. Eine interaktive Ausarbeitung von Lehrkonzeptionen befriedigt nicht nur die individuellen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen sondern schafft eine angenehmere Arbeitsatmosphäre und zeigt eventuell auch für Dozierende bisher unberücksichtigte Ansätze auf.

2.Tutorien
Im Institutsrat wurde der Vorschlag eingebracht Tutorien begleitend zu den Bachelor-Einführungs-Vorlesungen anzubieten. Grundlegend ist dies natürlich erfreulich. Allerdings nicht um jeden Preis: Die Tutorien dürfen nicht verpflichtend sein – abgesehen des allgemeinen Unsinns von Anwesenheitslisten lehnen wir eine weitere Verschärfung der Anwesenheitspflichten ab. Ebenso sollte selbstverständlich sein, dass die Tutorien begleitend – und das im wahrsten Sinne des Wortes – sein müssen. Prüfungsrelevante Lehre gehört nach wie vor in die Vorlesungen. Desweiteren sollen Studierende als TutorInnen angestellt werden. Dies selbstverständlich bezahlt nach studentischem Tarif.

3.Prüfungsordnung/ Maluspunkte
Momentan sieht die Prüfungsordnung der Geschichte keinen geregelten Umgang mit Wiederholungsprüfungen vor. Es gibt weder Maluspunkte, noch einen feste Zahl an Wiederholungen. Vor allem von professoraler Seite wird im Instituts- und Fachbereichsrat auf eine konkrete Regelung gedrängt. Falls dieser Zustand verändert werden muss, fordern wir:
- die Möglichkeit jederzeit von seinen Modul- und Prüfungsanmeldungen ohne Probleme oder weitere Folgen zurücktreten zu können
- freiwillige Möglichkeiten der Wiederholungsprüfungen
- flexiblere Prüfungsformen (z.B. bei Wunsch mündliche Prüfung statt Klausur für Studierende die deutsch nicht als Muttersprache sprechen)

Außerdem wurde einmal mehr Unmut über das teure und fehlerhafte Campus Management laut, auch dass jeder Kurs mit einer Prüfung zu beenden ist, wobei in anderen Studiengängen komplette Module mit einer einzigen Prüfung abgeschlossen werden, wurde diskutiert, jedoch ohne einen Konsens zu finden.

Bericht von der gestrigen Institutsversammlung – Ein Schauspiel ohnegleichen

Gestern fand die von uns im Vorfeld angekündigte Institutsversammlung des FMI statt. Vor etwa 70 anwesenden Institutsmitgliedern aller Statusgruppen stellte die neue Doppelspitze, Sösemann und Nolte, unter dem Titel „Das FMI auf exzellentem Weg“ ihre Phantastereien vor – ein hochschulpolitisches Spektakel ohnegleichen. Leider waren kaum Studierende anwesend, was jedoch nicht verwunderlich ist, wenn mensch bedenkt, dass das einzige Plakat, das auf die Veranstaltung hinwies, im (!) Fahrstuhl versteckt war, und das, obwohl „Kommunikation“ zu den Schlagworten des Abends zählte.

Die Redeliste war lang, sehr lang, um genau zu sein: 15 RednerInnen hatten sich bereit erklärt, von ihrer Arbeit zu berichten. Den Auftakt bildete natürlich die ausführliche Selbstdarstellung der beiden Gastgeber. Mensch konnte schon ins Staunen kommen, jetzt wo er oder sie endlich einmal einen ganzen Abend lang erklärt bekam, an was für einem ausgezeichneten, ja (fast) vollkommenen Institut er bzw. sie studieren darf. Sowohl die Einführung der BA/MA-Studiengänge schien vollkommen geglückt zu sein, als auch die Zusammenarbeit mit diversen Zentral- udn Forschungsinstituten. Die Vorstellung des Exzellenzclusters „Topoi“ und die Einführung des Mentoring-Programms zur Betreuung der ErstsemesterInnen waren weitere Glanzpunkte in der Zwischenbilanz der neuen FMI-Doppelspitze. Die einzigen Wermutstropfen bildeten der Bericht zur aktuellen Finanz-Situtation der Bibliothek und der Redebeitrag der Studierenden.

Denn, wie nicht anders zu erwarten war, war der Blick der beiden VertreterInnen der FSI Geschichte auf das Institut ein anderer. Die, zumindest zahlenmäßig, wichtigste Statusgruppe bekam jedoch erst ganz am Ende der Veranstaltung die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, als die Anwesenden bereits mehrheitlich damit beschäftigt waren, in Gedanken den Sturm auf das Buffett vorzubereiten – schon dieser Fakt allein eine Frechheit. Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass die Studierendenschaft gar nicht bzw. sehr spät über die Veranstaltung informiert wurde. Doch auch inhaltlich kam es zu starken Auseinandersetzungen.

Die beiden Mitglieder der Fachschaftsinitiative stellten einerseits die Arbeit der FSI Geschichte am Institut vor, die von der Organisation der O-Tage für ErstsemesterInnen, über das Histo-Kino bis zu Themenfahrten etc. reicht, andererseits waren sie die Einzigen, die den Mut hatten, Kritik zu äußern. Neben den noch immer bestehenden Problemen in den neuen BA/MA-Ordnungen zum Beispiel bei Auslandsaufenthalten, beim Setzen eigener Studienschwerpunkte, der starken Reglementierung des Studiums durch Anwesenheitszwang, Modularisierung und Campus Management und Problemen beim Nebenfachwechsel (Neudeutsch: Wechsel der 30- bzw. 60 LP-Modulpakete, die momentan laut Satzung der FU zu Studienangelegenheiten nur zum dritten Fachsemester des Hauptfachs möglich ist) wurden auch Themen wie die professorale Mehrheit in allen akademischen Gremien und damit verbunden die faktisch nicht vorhandene studentische Mitbestimmung angesprochen.

Die Reaktion der Geschäftsführung auf die vorgebrachten Zweifel am „exzellenten Weg“ des FMI war beispielhaft für den Umgang mit studentischer Kritik an der FU. Gönnerhaft lächelnd und wohlwollend witzelnd versuchten die beiden über die eigentlichen Inhalte hinwegzugehen, schließlich habe man immer ein offenes Ohr für studentische Belange und die Studierenden sollen sich doch trauen, diese auch im Institutsrat anzusprechen – als ob dies nicht schon seit Jahren der Fall wäre! Der Eindruck pöbelnder-und-sonst-nichts-tuender-Studierender, der auf diese Weise bei den Anwesenden entstehen musste, ist schlicht und ergreifend falsch: Die FSI Geschichte spricht sowohl im Institutsrat als auch im Fachbereichsrat und in diversen Kommissionen immer wieder genau diese Punkte an, wird dabei jedoch regelmäßig abgewiegelt und / oder übergangen. Ganz offensichtlich will mensch nicht sehen, was nicht ins „exzellente“ Bild passt.

Fassen wir zusammen: Die Befürchtungen unsererseits, die wir bereits in unserer Blogankündigung geäußert hatten, haben sich mehr als bestätigt. Es handelte sich um ein Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung, wie es sie am FMI wohl schon seit Langem nicht mehr gegeben hat. Uns als Fachschaftsinitiative bleibt nichts, als auch weiterhin vehement die Viertelparität in allen akademischen Gremien zu fordern und regelmäßig und unbequem bei deren Sitzungen am FMI und im Fachbereich zu erscheinen, so frustrierend dies auch sein mag.

Unser Fazit des Abends: Auf „exzellentem“ Weg befindet sich das FMI ganz sicher nicht, zumindest nicht, wenn „Exzellenz“ wirklich auch „exzellente“ Lehre, Mitbestimmung und Kommunikation beinhalten sollte!