Archiv der Kategorie 'Aus den Gremien'

StuPa-Wahlen 2011: Fachschaftsinis oben auf…

In der letzten Woche wurde das Studierendenparlament der FU 2011 gewählt. Nach zwei Wochen Wahlkampf, drei Tagen Wahl und schließlich einem Tag Stimmenauszählung war es dann so weit: die Ergebnisse der StuPa- und Fachschaftsratswahlen standen fest.
Einmal mehr gaben die Studierenden der FU den Fachschaftsinis und den unabhängigen linken und emanzipatorischen Listen für das StuPa ihr Vertrauen. Allein 27 von 60 Sitzen gingen an Fachschaftsinis und institutsnahe Basisgruppen, von denen sich die meisten weiterhin für einen parteiunabhängigen, linken AStA einsetzen werden. Die FSI (Kunst-)Geschichte konnte das Ergebnis des letzten Jahres nach Stimmen verbessern (von 129 auf 146 Stimmen) und wird auch im kommenden Jahr mit 2 Sitzen im 60-köpfigen Parlament vertreten sein. Damit sind wir mit wenigen Stimmen am dritten Sitz vorbeigeschrammt, aber nach FSI Jura/Café Tatort und den FSI Wiwiss drittstärkste Fachschaftsiniti im StuPa.
Insgesamt traten in diesem Jahr verwirrend viele (47) Listen an, als stärkste Kraft ging dieses Mal die Hochschulvertretung der SPD, die Jusos, aus den Wahlen hervor. Insgesamt kamen die Parteilisten sanken auf 15 Sitze (letztes Jahr 16).

Auch bei den Wahlen zum Fachschaftsrat Gesch-Kult konnten die Fachschaftsinis triumphieren. Der Großteil der 378 Wähler_innen entschied sich für die Fachschaftsinitiativen, sodass die Liberale Hochschulgruppe, Parteihochschulgruppe der FDP, mit
Im Vergleich zum Vorjahr sank die Wahlbeteiligung am FB Gesch-Kult und an der gesamten FU wieder auf ein Niveau von 2009.

Die FSI Geschichte bedankt sich bei allen Wähler_innen für das Vertrauen. Nachdem der Wahlzirkus vorbei ist, gilt es aber auch wieder aktiv die Universität und unser Institut mitzugestalten. Also kommt bei den nächsten Plena der FSI vorbei und bringt euch ein, Zeit und Ort erfahrt ihr wie immer hier oder per Aushang am FMI!

Hier die offiziellen Wahlergebnisse:
http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/Wahlen/StuPa_FSR/amtliche_Bekanntmachung_StuPaFSR_web.pdf

StuPa-Wahl 2010: Fachschaftsinis triumphieren…

In der letzten Woche wurde das Studierendenparlament der FU 2010 gewählt. Nach zwei Wochen Wahlkampf, drei Tagen Wahl und schließlich einem Tag Stimmenauszählung war es dann so weit: die Ergebnisse der StuPa- und Fachschaftsratswahlen standen fest.
Einmal mehr gaben die Studierenden der FU den Fachschaftsinis und den unabhängigen linken und emanzipatorischen Listen für das StuPa ihr Vertrauen. Allein 24 von 60 Sitzen gingen an Fachschaftsinis und institutsnahe Basisgruppen, von denen sich die meisten weiterhin für einen parteiunabhängigen, linken AStA einsetzen werden. Die FSI (Kunst-)Geschichte konnte das Ergebnis des letzten Jahres nach Stimmen verbessern (von 119 auf 129 Stimmen) und wird auch im kommenden Jahr mit 2 Sitzen im 60-köpfigen Parlament vertreten sein. Damit sind wir nach der FSI Lehramt und der FSI Jura/ Café Tatort die drittstärkste Ini.
Insgesamt traten in diesem Jahr rekordverdächtige 54 Listen an, als stärkste Kraft ging erneut die Hochschulvertretung von Bündnis 90/ Die Grünen, die Grüne Hochschulgruppe (GHG), aus den Wahlen hervor. Zum ersten mal trat an der FU auch die Piratenpartei in Erscheinung und kam auf 2 Sitze. Aufgrund ihrer Aufnahme von Neo-Nazis und den unkonsequenten Umgang mit diesen, standen die Piraten auf Bundesebene bereits im letzten Jahr in der Kritik. Aus diesen Vorfällen scheinen die FU-Piraten jedoch nicht viel gelernt zu haben. Auf Listenplatz 4 kandidiert ein Landsmannschaftler der farbentragenden und pflichtschlagenden Verbindung Landsmannschaft Preußen auf ihrer Liste, nach Aussagen seiner Mitstreiter_innen bei den Piraten stellt das völkische, sexistische und revisionistische Gedankengut auch kein Problem für die Gruppe dar, insofern er sich für „piratige Ziele“ einsetzt (siehe Taz-Artikel) (Eine kleine Einführung zum Thema Burschenschaften/ Landsmannschaften gibt der Burschi-Reader des apabiz). Insgesamt kamen die Parteilisten auf 16 Sitze.

Auch bei den Wahlen zum Fachschaftsrat Gesch-Kult konnten die Fachschaftsinis triumphieren. Trotz drei antretender Konkurrenzlisten entschieden sich 289 Wähler_innen für die aktiven Gruppen am Fachbereich und ihren basisdemokratischen inklusiven Ansatz und gegen den Versuch Repräsentation und Berufspolitiker_innentum zu etablieren. 4 von 7 Sitzen gingen letzten Endes an die Inis.
Erfreulich ist auch der Anstieg der Wahlbeteiligung: am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften stieg diese von 9,89% auf 12,07%, an der gesamten FU von 11,28% auf 14,23%.

Die FSI Geschichte bedankt sich bei allen Wähler_innen für das Vertrauen. Nachdem der Wahlzirkus vorbei ist, gilt es aber auch wieder aktiv die Universität und unser Institut mitzugestalten. Also kommt bei den nächsten Plena der FSI vorbei und bringt euch ein, Zeit und Ort erfahrt ihr wie immer hier oder per Aushang am FMI!

Hier die offiziellen Wahlergebnisse:
http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/media/Wahlergebnisse/vorBekStupaFSR2010.pdf

Anwesenheitspflicht vorerst ausgesetzt!

Der Akademische Senat hat in seiner Sitzung am 16.12.2009 einstimmig eine vorübergehende Regelung zur Anwesenheitspflicht beschlossen. Der vollständige Beschluss gilt bis auf weiteres, auf jeden Fall für dieses Wintersemester rückwirkend zum 01.10.2009. Er lautet in seinen Grundsätzen wie folgt:

Die zum Bestehen der Prüfung vorgesehenen Leistungen erfordern den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme nicht.
Die Leistungspunkte werden ohne den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme bescheinigt.
Die regelmäßige Teilnahme wird durch die jeweiligen Lehrkräfte im Campusmanagement bestätigt, ohne dass eine Überprüfung der regelmäßigen Teil­nah­me erfolgt.
Die Notwendigkeit von allen Formen der mittelbaren und unmittelbaren Anwesenheits­kon­trol­le, insbesondere durch Anwesenheitslisten, entfällt. Damit wird auf die Durchführung von Anwesenheitskontrollen, die dem Nachweis der regelmäßigen Teilnahme im Sinne der Prüfungsordnungen dienen, verzichtet.
Ausnahmefälle: In Lehrveranstaltungen, in denen die Notwen­dig­keit für eine regelmäßige Teilnahme nach Ansicht der jeweiligen Lehrkraft unabweisbar ist, kann die diese weiterhin wie bisher verfahren. Die jeweilige Lehrkraft kann in diesem Fall auch eine Unterschreitung von der derzei­tigen Mindest­teilnahmequote von 85% vor­sehen. In diesen Fällen ist in der Regel jedoch von Anwesen­heitskontrollen, insbesondere durch Anwesenheits­listen oder -tests, abzu­sehen.
Der Akademische Senat vertraut darauf, dass Studierende auch nach diesem Beschluss und dem Wegfall der Anwesenheitskontrollen selbstbestimmt und eigenverantwortlich das Lehrangebot weiterhin in Anspruch nehmen.

Zu verdanken ist dies in erster Linie dem Engagement und Druck der im Bildungsstreik engagierten Studierenden und den Besetzer_innen des Hörsaals 1a der Silberlaube. Die vorläufige Aussetzung der Anwesenheitspflicht ist ein erster Schritt in die richtige Richtung (warum Anwesenheitslisten und -pflicht abgeschafft gehören hat die FSI OSI in ihrem Artikel „Kleiner Leitfaden für Anwesenheitslisten“ sehr pointiert geschildert), jedoch leider nur „vorläufig“ und auch im Ganzen gesehen nur eine winziges Etappenziel zu einem selbstbestimmteren Studium. Nun gilt es auch die weiteren Forderungen (http://www.bildungsstreik-berlin.de/wiki/index.php/Besetzung_FU_Berlin/Forderungen) in die Tat umzusetzen.
Ansonsten können wir nur empfehlen in Seminaren eure Mitstudierenden und Dozierenden auf die vorläufige und rückwirkende Aussetzung der Anwesenheitspflicht aufmerksam zu machen.

Änderung der Masterbewerbungsfristen

Für das kommende Wintersemester 2009/10 sind die Bewerbungsfristen für die fachwissenschaftlichen Masterstudiengänge in Geschichte und Public History vorgezogen worden.

Der Bewerbungszeitraum ist jetzt der 15.04. – 31.05. 2009. Studierende im BA, die gleich nach ihrem Abschluss ein Masterstudium anschließen wollen, können sich im Prüfungsbüro weiterhin eine 2/3-BEscheinigung ausstellen lassen (mind. 120 LP müssen schon vorhanden sein), mit der sie sich dann schon vor Abgabe der BA-Abrbeit bewerben können.
Es wurde auch ein Zeitraum berechnet, bis zu dem mensch seine BA-Arbeit anmelden könnte. Dieser Termin ist NUR EINE EMPFEHLUNG. Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften möchte den 1. Mai anpeilen, damit bis zum 30. September alle Leistungen erbracht und bewertet worden sind.
Man kann sein Thema allerdings auch später einreichen, dann muss sich halt der Verwaltungsweg verkürzen und nicht mehr einen Monat für die offizielle Herausgabe des abgesprochenen Themas berechnen werden. Das geht dann auch, wenn’s muss.

Weitere Infos auch unter:
http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/studium/infotermine/Masterbewerbungen.html

WAHLEN AN DER FU!

Sicherlich ist euch schon das ein oder andere Plakta auf dem Campus aufgefallen, vielleicht hat euch auch schon jemand Flyer in die Hand gedrückt. Doch warum der ganze Wirbel?

Vom 13. bis 15. Januar finden an der FU Berlin wieder die Wahlen zu den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung statt.

Konkret gewählt werden das Studierendenparlament (Stupa) und die Fachschaftsräte (FSR) als Gremien der studentischen Selbstverwaltung und Kuratorium, Akademischer Senat und Fachbereichsrat als akademische Gremien.

Studierendenparlament: FSI (Kunst-)Geschichte – „Liste Koser Nostra“ – Liste 10
Fachschaftsrat: Fachschaftsinitiativen – Liste 2
Fachbereichsrat: Fachschaftsinitiativen – Liste 1
Kuratorium: Fachschaftsinitiativen / Offene Liste – Liste 1
Akademischer Senat: Fachschaftsinitiativen / Offene Liste – Liste 1

Die FSI Geschichte - Basisdemokratisch und parteiunabhängig!

Das Studierendenparlament hat 60 Sitze, seine Hauptaufgabe ist die Wahl und Kontrolle des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Der AStA wird zur zeit von einer Koalition aus Fachschaftsinitiativen und linken Listen getragen, an der auch die FSI-Geschichte beteiligt ist.

Auch diesmal treten wir unter dem Namen „FSI (Kunst-)Geschichte – Liste Koser Nostra“ an und werben gemeinsam mit den KunsthistorikerInnen um eure Stimmen. Unser Ziel ist es, den Fachschaftsini-Einfluss in AStA und Stupa zu festigen, damit die studentische Politik basisorientiert und unabhängig bleibt.

Der für Geschichte entscheidende Fachschaftsrat ist der FSR Geschichts- und Kulturwissenschaften. Hier tritt die FSI ebenfalls an, hat es jedoch bisher vorgezogen, den Rat nicht zu konstituieren, weil er faktisch keine realen Mitspracherechte am Fachbereich hat. Wir ziehen stattdessen die offenere Form der Fachschaftsinitiative, vernetzen uns über die Fachschaftskoordination und in fachbereichsinternen Treffen direkt mit anderen Inis und versuchen gemeinsam in anderen Gremien Druck auszuüben.

Grundsätzlich ist zu sagen: die studentischen Gremien haben zwar wenig Einfluss in der offiziellen FU-Verwaltung. Sie sind jedoch die einige rein studentische Interessenvertretung, daher ist es wichtig, wählen zu gehen und engagierte Gruppen in Stupa und AStA hineinzuwählen.

Auch die Wahlen zu den akademischen Gremien stehen bevor. Am 13. und 14. Januar könnt ihr bestimmen, wer in Zukunft in Kuratorium und Akademischem Senat eure Interessen gegenüber Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, Sonstigen MitarbeiterInnen und vor allem der professoralen Mehrheit vertreten soll.

Das (ruhende) Kuratorium ist formal das höchste Gremium der FU. Auf Grundlage der Erprobungsklausel allerding „ruht“ es seit 1998 und tritt nur noch ab und an zusammen, um weiter zu beschliessen auch weiterhin zu „ruhen“. Der Akademische Senat (AS) ist durch die Beschneidung des Kuratorium das faktisch wichtigste Gremien der FU. Hier werden ganze Studiengänge eingerichtet und aufgehoben, der Haushalt der FU beschlossen, HonorarprofessorInnen berufen etc.

Die studentischen Mitspracherechte in diesen Gremien sind auf Grund der absoluten professoralen Merhheit und deren Gewohnheit standesgemäß geschlossenabzustimmen, gelinde gesagt, stark beschränkt. Dennoch lohnt es sich, die studentischen Sitze wahrzunehmen, um so an Informationen zu kommen und ab und an vielleicht doch den ein oder anderen Antrag durchzubekommen. Wir kandidieren deshalb gemeinsam mit andren Fachschaftsinitiativen für beide Gremien auf der Liste „Fachschaftsinitiativen / Offene Listen“.

Ein weiteres akademisches Gremium, dessen Wahl uns nun bevorsteht, ist der Fachbereichsrat. Der Fachbereichsrat ist für alle Belange des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften zuständig. Das heißt: Er beruft Professor_innen, ändert Studien- und Prüfungsordnungen, sollte eigentlich den Haushalt des Fachbereichs verabschieden – oder dagegen protestieren, wie momentan geschehen. Obwohl auch hier die professoralen Mitglieder über eine absolute Mehrheit verfügene, läßt sich dennoch auf eine recht gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit zurückblicken. Um diese Arbeit weiterzuführen, kandidieren wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit anderen Fachschaftsinitiativen des Fachbereichs (Judaistik, Klassische Archäologie, Prähistorische Archäologie, Kunstgeschichte, Japanologie, IsTurArIrS, Sinologie) auf der gemeinsamen Liste „Fachschaftsinitiativen“.

ACHTUNG!!! Da es sich um zwei prinzipiell voneinander unabhängige Wahlen handelt, werden diese auch von verschiedenen Wahlvorständen durchgeführt. Das bedeutet konkret, dass im Foyer des FMI ZWEI Wahlvorstände mit ihren jeweiligen Wahlkabinen sitzen werden. Die akademischen Gremien können auch nur am 13. und 14. Januar gewählt werden, die studentischen vom 13. bis 15. Januar.

Zweite Instituts-VollVersammlung erarbeitet Forderungskatalog

Nach dem Wunsch der ersten Instituts-VollVersammlung dieses Semesters, sich noch einmal zu treffen um konkrete Forderungen der Studierenden auszuarbeiten, gab es heute ein zweites Treffen am FMI. Leider waren es trotz Flyer und großem Transparent in der Eingangshalle nur Wenige die sich um 12 Uhr im Raum A125 einfanden.
Nichtsdestotrotz konnten einige Ideen gesammelt werden. Ergebnis der zweiten Versammlung ist ein Forderungskatalog der verschiedenste Probleme am Institut – und auch darüber hinaus – lösen soll:

1.Eine flexiblere Gestaltung des Studiums
Der exemplarische Studienverlaufsplan sieht momentan die Absolvierung eines Moduls innerhalb von zwei Semestern vor. Dies bedeutet, dass Vorlesung und Seminar in den grundliegenden Modulen innerhalb eines Jahres absolviert werden müssen – ansonsten droht ein erhöhter verwaltungstechnischer Aufwand um die Prüfungsleistungen anzuerkennen und das Modul abzuschließen. Hier muss quasi eine „zeitliche Öffnung“ der Module stattfinden. JedeR Studierende muss die Wahl haben, wann er welchen Kurs belegen möchte ohne dabei in den Sümpfen der Bürokratie zu versinken.
Außerdem wurde eine bessere Lehrplanung gefordert. Kritik an sich überlagernden Seminaren und Vorlesungen, welche im selben Semester empfohlen werden, wurde laut. Hinzu kommt das Problem der knappen Seminarkonzeptionen. So wurden beispielsweise in dem Modul „Einführung in die Geschichte des Mittelalters“ in diesem Semester nur vier Seminare á 30 TeilnehmerInnen angeboten, bei über 150 Studierenden die sich hier, als Folgeveranstaltung der Vorlesungen im vergangenen Semester, anmelden wollten. Es ist dabei erfreulich, dass die Dozierenden mit dem Problem vernünftig und studierendenfreundlich umgingen, indem sie alle Interessierten ohne große Hürden aufnahmen, die nicht im Campus Management unterkamen. Dass es jedoch erst so weit kommen musste und im Endeffekt Seminare mit über 50 TeilnehmerInnen gefüllt sind sollte jedoch für die Lehre eine Lehre sein. Also: Mehr Seminare! Lieber 15 Studierende in produktiver Atmosphäre als 50 in überfüllten Massenveranstaltungen!
Als dritter Punkt dieses Komplexes wurde eine stärkere Einbeziehung der Studierenden in die Lehrinhalte gefordert. Auch innerhalb der Seminare und Vorlesungen muss Mitspracherecht über Themen und Inhalte gewährleistet sein. Eine interaktive Ausarbeitung von Lehrkonzeptionen befriedigt nicht nur die individuellen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen sondern schafft eine angenehmere Arbeitsatmosphäre und zeigt eventuell auch für Dozierende bisher unberücksichtigte Ansätze auf.

2.Tutorien
Im Institutsrat wurde der Vorschlag eingebracht Tutorien begleitend zu den Bachelor-Einführungs-Vorlesungen anzubieten. Grundlegend ist dies natürlich erfreulich. Allerdings nicht um jeden Preis: Die Tutorien dürfen nicht verpflichtend sein – abgesehen des allgemeinen Unsinns von Anwesenheitslisten lehnen wir eine weitere Verschärfung der Anwesenheitspflichten ab. Ebenso sollte selbstverständlich sein, dass die Tutorien begleitend – und das im wahrsten Sinne des Wortes – sein müssen. Prüfungsrelevante Lehre gehört nach wie vor in die Vorlesungen. Desweiteren sollen Studierende als TutorInnen angestellt werden. Dies selbstverständlich bezahlt nach studentischem Tarif.

3.Prüfungsordnung/ Maluspunkte
Momentan sieht die Prüfungsordnung der Geschichte keinen geregelten Umgang mit Wiederholungsprüfungen vor. Es gibt weder Maluspunkte, noch einen feste Zahl an Wiederholungen. Vor allem von professoraler Seite wird im Instituts- und Fachbereichsrat auf eine konkrete Regelung gedrängt. Falls dieser Zustand verändert werden muss, fordern wir:
- die Möglichkeit jederzeit von seinen Modul- und Prüfungsanmeldungen ohne Probleme oder weitere Folgen zurücktreten zu können
- freiwillige Möglichkeiten der Wiederholungsprüfungen
- flexiblere Prüfungsformen (z.B. bei Wunsch mündliche Prüfung statt Klausur für Studierende die deutsch nicht als Muttersprache sprechen)

Außerdem wurde einmal mehr Unmut über das teure und fehlerhafte Campus Management laut, auch dass jeder Kurs mit einer Prüfung zu beenden ist, wobei in anderen Studiengängen komplette Module mit einer einzigen Prüfung abgeschlossen werden, wurde diskutiert, jedoch ohne einen Konsens zu finden.

Bericht zur Sitzung des Fachbereichsrat vom 23.04.08

In der heutigen FBR-Sitzung war neben dem üblichen Erteilen und Erlassen von Lehrbefugnissen vor allem der Bericht der Studiendekanin zum TOP Lehre von Bedeutung. Sie berichtete vom neuen Wahn des Präsidiums für alles Mögliche nun Befragungen zu machen. Eine Befragung der Bachelorstudierenden soll noch in diesem Semester stattfinden und in der Folge regelmäßig alle zwei Jahre. Des weiteren ist eine Befragung der AbsolventInnen geplant, wobei da die Fachbereiche noch einen optionalen Teil selbst gestalten dürfen. Dieser soll bei der nächsten FBR-Sitzung besprochen werden.
Danach wurde über das „Problem“ der Nebenhörer und StudiengangswechslerInnen gesprochen, die in der Statistik als AbbrecherInnen auftauchen, was für das jeweils betroffene Fach von Nachteil ist. Statt über Restriktionen für diese Studierenden nach zu denken, hat sich der FBR dafür ausgesprochen, beim Präsidium zu bewirken, eine andere Interpretation von Statistiken anzunehmen, denn nicht jeder „Abbrecher“ ist ein „Abbrecher“ und gibt Auskunft über die Lehre des Faches.
Im Gegenteil ist eine selbst bestimmte Orientierung der Studierenden zu Beginn des Studiums wünschenswert.
Eine weiterer wichtiger Punkt, der in der nächsten FBR-Sitzung besprochen werden wird, ist die Frage der Begrenzung von Prüfungswiederholungen, die derzeit unbeschränkt erfolgen können. Dafür hat die Studiendekanin drei Möglichkeiten vorgeschlagen: Maluspunkte, Bonuspunktesystem oder die Beschränkung auf drei Wiederholungsmöglichkeiten. Des weiteren laufen jetzt die Vorbereitungen zur Einführung des Promotionsstudiengangs des FB, die jedoch in der nächsten Forschungskommission weiter besprochen werden.

Bibliotheksreform schreitet voran, OSI-Bücher kommen doch in den Müll…

Einige neue Enthüllungen im Streit um die Bibliotheksreform an der FU ergaben sich in der letzten Sitzung der Kommission für Forschung und Lehre am 4.3. , von der nun ein ausführlicher Bericht auf dem blog der fachschaftsinitiativen zu lesen ist.
Das Präsidium hält weiter an der Zusammenlegung der Bibliotheken des Fachbereichs Politik und Sozialwissenschaften fest. Auch die Aussortierung von mehreren hunderttausend angeblich nicht mehr gebrauchten Büchern will man stur verfolgen. Nur die Idee, alle Bücher als Spende nach Vilnius zu schicken. Die in einer Presseerklärung vollmundig angekündigte Bücherspende nach Litauen scheitert wahrscheinlich an den Transportkosten. Die von der FSI Geschichte bereits im Dezember befürchtete „Mülltonnen-Lösung“ scheint damit wieder ausdrücklich zur Debatte zu stehen:

In Bezug auf das Vorhaben, viele Bücher aus dem FB PolSoz nach Vilnius zu schaffen, herrschte relative Unklarheit: Selbst das gesamte Präsidium unterhalb von Präsident Lenzen sei damals überrascht gewesen von dieser Pressemitteilung des Präsidenten. So fern es diese Mitteilung denn tatsächlich gegeben habe. (mehr…)

Bibliotheksschließungen: Studierende dürfen nicht mitreden.

Ein vom Komillitonen Stefan Hernadi verfaßter Bericht aus dem Fachbereichsrat Politik- und Sozialwissenschaften zum Thema Bibliotheksschließungen macht wieder einmal deutlich, wie egal den Organen der FU studentische Interessen und Meinungen sind:

Die Schließung der sozialwissenschaftlichen Fachbibliotheken und ihrer Integration in die zentrale Universitätsbibliothek inklusive der im Raume stehenden Aussortierung von ca. 300.000 Büchern war am Mittwochmorgen des 23.01.08 Thema im Fachbereichsrat des Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften. (FB PolSoz).
Als Vertreterin des FU-Präsidiums war Prof. Dr. Ulla Lehmkuhl zu Gast um die Pläne des Präsidiums darzustellen. In ihren Ausführungen dementierte sie zwar die Endgültigkeit der Entscheidung und kündigte einen offenen Prozess im Rahmen eines „Runden Tisches“, konnte aber die offensichtlichen Widersprüche zu früheren Miteilungen des Präsidiums nicht ausräumen.
Es ist weiterhin völlig unklar: Was soll konkret geschehen und wann? Wie viele Bücher sollen aussortiert werden? Hat der Prozess der Aussortierung schon begonnen? Wer ist beteiligt?

Zu offenem Unmut seitens der Studierenden führte dann ihre Vorstellung von der Zusammensetzung des „Runden Tisches“ Erst nach mehrmaligem ausdrücklichen Nachfragen seitens der Studierenden wurde Frau Lehmkuhl deutlich: Studierende werden nicht an diesem „Runden Tisch“ sitzen, sondern seien ja indirekt durch das Dekanat des FB PolSoz vertreten. Vorher hatte sie schon bemerkt, dass sie die Position der Studierenden ja gut kenne, da sie selbst auch mal studiert hätte.

Diese Entwicklung ist nur ein weiteres Beispiel für die Ausschließung studentischer Interessen an der Freien Universität Berlin! Im Präsidium wird anscheinend die Auffassung vertreten, man wüsste schon, was für die Studierenden gut sei.

Im Fachbereichsrat konnte auf einen studentischen Antrag hin zwar durchgesetzt werden, dass auf der Fachbereichsebene alle Statusgruppen bei der Vor-bereitung der Diskussion berücksichtigt werden. Wer sich aber mit Gremienarbeit und -Strukturen auskennt, weiß, dass hier eine Marginalisierung von bestimmten Interessen stattfindet.

Die Bibliotheksschließungen werden auch Thema auf der Demonstration im Rahmen des uniweiten Aktionstags am 31.01.2008 sein. Ein Redebeitrag von Seiten der Angestellten ist angefragt.

Auch den Geschichtsstudierenden kann diese Entwicklung nicht egal sein. Abgesehen vom Allgemeinen Skandal fehlender Mitbestimmung werden hier auch konkret unsere Interesen verletzt: in den Beständen der Bibliotheken des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften findet sich umfangreiche Literatur auch und gerade zu geschichtswissenschaftlichen Themen. Auch für uns bedeutet die Vernichtung von 300-500.000 Büchern am Nachbar-Fachbereich deshalb längere Wege und Wartezeiten bei der Literatursuche. Dem Aktionstag am 31.1. ist daher rege Beteiligung auch aus der Koserstraße zu wünschen!

Wahlsieg der FSI (Kunst-) Geschichte !

Am Donnerstag schlossen an der FU die Wahllokale, und bereits gestern abend stand nach ersten Hochrechnungen fest: die Fachschaftsini Geschichte gehört in diesem Jahr zu den klaren Gewinnern! Sie zieht, gemeinsam mit der FSI Kunstgeschichte, mit insgesamt drei Sitzen in das 60-köpfige Studierenparlament (Stupa) ein. Damit stellt die FSI (Kunst-) Geschichte nun fünf Prozent der Mandate im Stupa und ist stärkste Fachschaftsini-Liste an der FU!

Im Fachschaftsrat Geschichts- und Kulturwissenschaften ist das Ergebnis noch eindeutiger. Hier trat die FSI Geschichte alleine gegen die FDP-nahe „Liberale Hochschulgruppe“ an und gewann sage und schreibe sechs von sieben vorhandenen Sitzen! Damit wird die Fachschaftsarbeit in unserem Fachbereich weiterhin nach dem basisdemokratischen Ini-Prinzip ablaufen, die von FU-Präsidium und ParteivertreterInnen favorisierte Variante offizieller Fachschafts-Funktionäre wird keine Rolle spielen.

Die Wahlbeteiligung an der FU betrug insgesamt 11,75 %, im Wahllokal in der Koserstraße leider nur 8,85 %. Das Ergebnis allerdings kann sich sehen lassen: die bisherige parteiunabhängige AStA-Koalition aus Fachschaftsinitiativen, Hochschulpolitischen und linken Listen wurde mit überwältigendem Erfolg wiedergewählt. Ein konservativer Rechts-AStA, wie er an der TU Berlin gewählt wurde, ist damit ebenso verhindert wie ein von Partei-Hochschulgruppen dominierter Karriere-AStA. Die Fachschaftsinitiativen sind stärkste Fraktion in der AStA-Koalition und werden auch weiterhin für eine starke Basisanbindung der Studierendenvertretung sorgen.

Das komplette vorläufige Endergebnis der Stupawahlen 2008 findet ihr auf den Seiten des Studentischen Wahlvorstandes:

http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/Aktuelles/index.html

Die FSI Geschichte dankt hiermit noch einmal allen Wählerinnen und Wählern für ihre Unterstützung!