Ein Demoaufruf in Sachen Antifa aus Lübben:
Wir, die Autonome Antifa[schistische Aktion] Lübben, haben entschieden am 12.
April 2008 eine antifaschistische Demonstration zu veranstalten. Der
offensichtliche Grund hierfür ist ein „Anti-Repressions-Aufmarsch“ der
Freien Kräfte in der Kreis-Stadt.
Ihr Thema spielt auf die Polizeiliche Räumung des Bunker 88, der sich in der
Nähe des Bahnhofs befindet, an. Dabei wurde in dem von David Schmidt
angemieteten Gelände in der Nacht vom 12. zum 13. Januar ein Nazikonzert von
der Polizei beendet und aufgelöst. Zu diesem Konzert waren Nazis aus
mehreren Bundesländern angereist. Von 176 der 190 Teilnehmer sei die
Identität bekannt, sagte damals ein Polizeisprecher. Die Nazis kamen unter
anderem aus Brandenburg, Berlin, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Bayern. Damals verblieben 46 Nazis in der ehemaligen Brauerei und
verbarrikadierten sich.
Im Bunker 88 wurde während der Polizeimaßnahme massiver Widerstand durch die
Faschisten angekündigt und geleistet. Die Beamten der Spezialeinheiten des
Landeskriminalamtes Brandenburg wurden beim Betreten des Objektes mit
Flaschen beworfen und der Rest der Nazis wurde durch die Spezieleinheit
geräumt.
Der Bunker 88 stellt nicht nur Regional eine wichtige Struktur der
Faschisten, sondern ist bundesweit in Nazikreisen angesehen.
Lübben ist allgemein als Nazi-Hochburg bekannt.
Die Nazis veranstalteten bereits im Dezember 2006 solch eine Aufmarsch mit ca
200 Teilnehmern. Auch damals gab es eine Antifa-Demo.
Die antifaschistische Auftaktkundgebung findet am 12.04. 2008 um 13 Uhr auf
dem Bahnhofsvorplatz statt. Da der Naziaufmarsch etwa zur selben Zeit am
selben Ort beginnt, also in Sicht- und Hörweite sollte für alle
Zuganreisenden Antifaschist_Innen klar sein, das auch die Nazis in den
selben Zügen anreisen. Für alle die aus der Richtung Cottbus kommen, wird in
Cottbus der 12 Uhr Zug auf Gleis 2 empfohlen. Für Antifaschist_Innen die aus
der Richtung Berlin kommen, sei der 12 Uhr Zug ab Berlin Alexanderplatz
Gleis 1 empfohlen.
Beim letzten Nazi-Aufmarsch in Lübben gab es nicht nur eine Antifa-Demo,
sondern auch 2 bürgerliche Veranstaltungen. Wir laden alle bürgerlichen und
demokratischen Kräfte ein, sich an unserer Demonstration gegen den Bunker
und den Naziaufmarsch, zu beteiligen. Da wir gegen jede Form von
Nationalismus demonstrieren, wollen wir keine National-Fahnen auf unserer
Demonstration, außerdem auch keine Parteifahnen, da es auch nicht um die
nächste Wahl geht.
Deshalb rufen wir alle Antifaschist_Innen dazu auf zur Antifaschistischen
Demonstration am 12.04.2008 ins brandenburgische Lübben (Niederlausitz) zu
kommen, um sich den Nazis in den Weg zu stellen!
12.04.2008 „Bunte Häuser statt Braune Bunker!“
Auftakt 13 Uhr Bahnhofsvorplatz Lübben, Demonstraton 14 Uhr.
Mit antifaschistischen Grüßen
Autonome Antifa Lübben [aal]
Wer seit ihr? =)
…
Ich finde es einfach nur erbärmlich das die Antifa immer erst aktiv wird wenn Nationalisten eine Demonstration durchführen!!Könnt ihr auch was anderes ausser nur ´´Gegendemos´´ zu veranstalten???Keine eigenen Ideen???Sonst kriegt ihr euern Arsch nicht auf die Strasse wa??Peinlich und Armseelig!!!!!
Also schimpfen kannste ja schon mal. Aber was machst Du denn gegen den braunen Dreck? Gehst Du denn wenigstens demonstrieren? Oder hockst Du zu hause vorm Bier?
Na dis klingt ja wohl sehr eindeutig. Der geht nich dagegen demonstrieren, sondern marschiert brav bei den Nazis mit.
Im Nachklang ist zu sagen, das es erschreckend ist wie wenig sich aufraffen konnten um den Nazis die Stirn zu bieten. Erschreckend war auch wie unkoordiniert und teilweise örtlich unangebracht die Sprachchöre waren. Ich halte es nicht für sinnvoll zwischen den Neubaublöcken „Nazis raus“ zu rufen und dabei mit den Fingern auf gaffende „Otto Normalverbraucher“ zu zeigen. Meine Befürchtung ist, eher Abschreckung und Abwehr gegen unsere antifaschistische Gruppe (und Meinung) zu erreichen, als ein notwendiges EINREIHEN.Sinnvolle Aufrufe, Sprüche die Aufdecken und auf den „Otto Normalverbraucher“ abgestimmt sind erreichen meiner Meinung nach mehr, als chaotisches „Rumgebrülle“. Es bleibt zu hoffen, bei nächsten Organisationen mehr Antifaschisten zu aktivieren und mit vorher geplanten, sinnvollen Sprechchören die Menschen anzusprechen, die an den Fenstern stehen und ohne klare Meinung oder Position sind.
Ansonsten kann es passieren, dass unsere Gegendemos die Leute ohne Position durch sinnlose Anfeindungen und chaotisches Auftreten eher in die Arme der Nazis treiben…mal drüber NACHDENKEN!!!